Asklepios Teupitz

Asklepios Fachklinikum Teupitz

Abteilung
Gerontopsychiatrie

Struktur
Die Abteilung umfasst zwei Stationen und zwei Gedächtnisambulanzen.
Die Station D1 hält 16 Plätze für die Behandlung von Menschen mit demenzassoziierten Erkrankungen und anderen kognitiven Störungen bereit.
Auf der Station D2 werden ältere Menschen mit allen übrigen seelischen Erkrankungen, wie Depression, Angst, Zwang, Psychose oder Psychosomatose behandelt. Die Station verfügt über 18 Betten.
In den Gedächtnisambulanzen erfolgt die fachärztliche Diagnostik und Therapie für Patienten mit Hirnleistungsstörungen, die nicht stationär behandlungsbedürftig sind.

Ansprechpartner
Arbeitskreis Gerontopsychiatrie:
Asklepios Fachklinikum Teupitz
Ansprechpartner:

Station D1, Oberarzt Holger Lange, Telefon 033766/66-557, email: ho.lange@asklepios.com
Leiterin Frau Kramer, Tel.: 033766/66-124
Station D2. Oberarzt Dr. Falk Busse, Telefon: 033766/66-151, email: f.busse@asklepios.com
Leiterin Frau Wittulski 033766/66-152


Herr Oberarzt Holger Lange
Oberarzt der Gerontopsychiatrie
Asklepios Fachklinikum Teupitz Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
Buchholzer Str. 21
15755 Teupitz
Fax: 033766/66128
Telefon: 033/66/66557
E-Mail j.dorff@asklepios.com

Leistungsangebote
In multiprofessioneller Teamarbeit nähern wir uns den Bedürfnissen unserer Patienten aus sehr verschiedenen Richtungen.
Die Schwestern und Pfleger nehmen Defizite und Ressourcen bei den Alltagsverrichtungen am ehesten wahr und können die erforderliche Hilfestellung bieten. Zusätzlich leiten sie das kognitive Training und die euthyme Therapie und gestalten strukturierend den gesamten Tag für die Patienten.
Unsere Ergotherapeutin ermöglicht sowohl ein Wiedererwecken verloren gegangener kreativer und sozialer Fähigkeiten als auch eine Verbesserung in funktionellen Bereichen, z.B. durch Training der Aktivitäten des täglichen Lebens.
Ärzte übernehmen die Pharmakotherapie nach einer gezielten differentialdiagnostischen Abklärung, kooperieren mit hausinternen Neurologen und Internisten sowie anderen Konsiliarärzten und bieten, wie auch unser Psychologe, Einzel- und Gruppengespräche mit tiefenpsychologischem bzw. verhaltenstherapeutischem Ansatz an.
Unsere Musiktherapeutin findet, ähnlich wie unsere Bewegungstherapeutin, einen averbalen Zugang zum Patienten. Über die beiden Medien Musik und Körper gewinnen Erkrankte einen neuen Zugang zu sich selbst und Anderen.
Schließlich stellt unsere Sozialarbeiterin den Kontakt zu Angehörigen oder anderen wichtigen Bezugspersonen her, hilft bei der Klärung finanzieller oder wohnlicher Probleme und regelt behördliche Angelegenheiten mit Gerichten oder Kranken- und Pflegekassen bzw. organisiert Verlegungen in betreute Wohneinrichtungen oder Heime. Sie vermittelt auch den Kontakt zu Beratungsstellen, Selbsthilfe- oder Angehörigengruppen.
Oberstes Therapieprinzip ist die Hilfe zur Selbsthilfe.

Krankheitsbilder
Wir helfen Menschen, die mit den spezifischen Problemen des Alters, wie Verlust von nahen Bezugspersonen durch Tod oder Auszug, zunehmende Isolation, nachlassende körperliche und geistige Belastbarkeit, momentan oder dauerhaft überfordert sind.
Die gleichen Auslöser können bei verschiedenen Personen zu sehr unterschiedlichen Erkrankungen führen.
Altersdepressionen äußern sich häufig in Form körperlicher Beschwerden, wie Abgeschlagenheit, Schlafstörung, Schmerzen, Missempfindungen neben der bekannten Traurigkeit, inneren Leere oder Unruhe sowie Lustlosigkeit, Pessimismus, Selbstwertstörung und manchmal Suizidalität.
Angsterkrankungen finden ihren Ausdruck oft in einem Vermeidungsverhalten und Handlungsunfähigkeit sowie in so genannten vegetativen Begleiterscheinungen wie Herzrasen, Luftnot, Schweißausbruch, Harndrang und ähnlichem. Angst kann an bestimmte Situationen oder Gegenstände gebunden sein, aber auch „objektlos“ als Panik auftreten.
Somatisierungsstörungen liegen seelische Ursachen zu Grunde, die dem Betroffenen überhaupt nicht bewusst sind, so dass (bildlich gesprochen) der Körper signalisieren muss, dass etwas nicht in Ordnung ist. Davon können sämtliche Organe und Organsysteme betroffen sein. Häufig fühlen sich die Betroffenen von ihren Behandlern nicht ernst genommen, weil diese keine organische Ursache für die oft langwierigen und mitunter wechselnden Beschwerden finden können.
Psychosen nennt man Krankheiten, die mit einem Realitätsverlust einhergehen. Sie äußern sich mit Wahnsymptomen, wie Verfolgungs- oder Vergiftungsängsten, oder mit Trugwahrnehmungen, z. B. Stimmenhören. Meist ist auch das Denken beeinträchtigt und der Betroffene empfindet sich selbst oder Umwelt „irgendwie verändert“. Die Folge ist häufig ein Rückzug aus bisherigen Beziehungen oder auch bizarres Verhalten.
Demenz ist der Überbegriff für Hirnerkrankungen, die neben Störungen des Gedächtnisses, des Urteilens, der Sprache, der Orientierung usw. auch zu Verhaltensauffälligkeiten, wie Distanzminderung, Verletzung sozialer Normen, Schreien oder Beißen führen können und mit einer großen Unselbständigkeit und Abhängigkeit von Anderen einhergehen.
Delir nennt man einen akut aufgetretenen Verwirrtheitszustand, der mit einer Bewusstseinsstörung assoziiert und dringend behandlungsbedürftig ist, da er potentiell tödlich enden kann. Typische Symptome sind neben Trugwahrnehmungen ein gestörter Tag/Nacht-Rhythmus und Störungen der Affektivität (Ängstlichkeit) und des Antriebs (Unruhe oder Apathie).

Spezielle Diagnostik und Therapieverfahren
Unserer Abteilung steht die gesamte apparative Diagnostik des Hauses, wie z.B. MRT, CT, Neurophysiologie, EEG, EKG, Labor zur Verfügung; bei bestimmten schweren psychiatrischen Krankheitsbildern (wahnhafte oder therapierefraktäre Depression, katatone Schizophrenie u. a.) kann auch eine Elektroheilbehandlung durchgeführt werden.
Aufgrund unserer Spezialisierung auf die Behandlung von Menschen mit Hirnleistungsstörungen ist ein Schwerpunkt die neuropsychologische Testung und die sich daraus ergebende sowohl defizit- als auch ressourcenorientierte gezielte Therapie.

Fachübergreifende Leistungen
Aufgrund der Multimorbidität unserer Patienten ist eine internistische Mitbehandlung von Erkrankungen wie Herz-/Kreislaufstörung, Bluthochdruck, Diabetes mellitus und vielen anderen, unabdingbar. Sie wird bei uns durch die Präsenz zweier Internisten gesichert.
Darüber hinaus kooperieren wir mit niedergelassenen Fachärzten sämtlicher Fachrichtungen, dem Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen sowie der Spreewaldklinik Lübben.

 

Print Friendly, PDF & Email